Christmas is Coming

Hi,

heute gibt es sowohl Aktuelles als auch einen letzten Bericht aus der Recessweek.

In Singapur läuft alles in geregelten Bahnen. Auch wenn es aufgrund der Regenzeit momentan häufiger regnet und stürmt, bleibt die Temperatur hier unverändert warm. Trotzdem bemerkt man beim Gang durch die Shopping Malls hier: Christmas is Coming! Ich kann mir nicht vorstellen, dass Weihnachten in Singapurs Gesellschaft eine große Bedeutung hat, jedoch lässt sich der Kommerz diese Gelegenheit nicht entgehen. So bereiten in den Einkaufszentren etwas überladene und alle Klischees erfüllenden Dekorationen den Besucher auf dieses traute Familienfest und die damit verbundene Kauffreudigkeit vor.

Die Vorlesungen sind jetzt vorbei und nächste Woche starten auch schon meine Klausuren. Ich denke, dass die hier alle gut machbar sein werden und freue mich schon auf meine anschließende Tour durch Südostasien. Einen kleines bisschen Heimat konnte ich letztes Wochenende genießen. Stefans Eltern brachten uns bei ihrem Besuch zwei Flaschen Franziskaner Weißbier mit, mit denen wir am 25. Jahrestag des Mauerfalls auf dieses Jubiläum anstießen.

Außerdem waren wir letztes Wochenende im Raffles Hotel, dem wohl berühmtesten Hotel der Stadt. In diesem von der Regierung als Nationaldenkmal erklärten Gebäude wurde zwischen 1910 und 1915 der Singapur Sing erfunden. Diesen Cocktail gönnten wir uns in der altehrwürdigen und entspannten Atomsphäre der Hotelbar. Dabei fand ich ganz lustig, dass man die Schalen der kostenlos servierten Erdnüsse einfach auf den Boden wirft, sodass dieser voll mit Erdnusschalen bedeckt ist.

Nun geht es aber etwas in die Vergangenheit zum zweiten großen Hightlight der Reise nach Indonesien in der Recessweek. Auf Lombok wanderten wir in einer anstrengend, aber absolut tollen dreitägigen Tour zur Spitze des Mount Rinjani, des zweitgrößten Vulkan des Landes.

Tag 1: Siebenstündige Wanderung von Sembalun (1156m) zum Berggrat (2639m).

Tag 2: Dreistündiger Aufstieg zum Gipfel des Mt. Rinjani auf 3726m um 2.30h morgens, extrem steiler und rutschiger Weg, anschließend ca. 5 Stunden Abstieg zum See und zu heißen Quellen in der Mitte des Vulkans (2000m).

Tag 3: Erneuter Aufstieg zum Grat auf 2641m, anschließend fünfstündiger Abstieg nach Senarau (600m).

Liebe Grüße,
Christoph

Malaysian Motorcycle GP

Hi,
es gibt mal wieder Neuigkeiten von mir. Vorletztes Wochenende fand von 24.-26.10. in Malaysia am Sepang International Cirucit der MotoGP Grand Prix von Malaysia statt. Da dieser nur eine kurze Reise entfernt von Singapur ist, lies ich mir dieses Event nicht ergehen und verbrachte das Wochenende auf der Rennstrecke. Erneut war ich von Malaysia richtig begeistert! Eine super Rennstrecke, gute Organisation und spannende Rennen sorgten für ein tolles Wochenende. Allen Motorsportbegeisterten kann ich einen Besuch des Sepang International Circuit nur empfehlen!

Anbei ist wieder ein Video mit einigen Eindrücken des Wochenendes – dieses Mal ist es auch wirklich das Werk eines Profis geworden 😉

Kurzer Tipp: Die Qualität im Video recht unten am Besten auf 720p stellen.

Formel 1 Grand Prix

Hey,

ich hab mich etwas mit Video-Schnitt befasst und dieses Video zusammengebastelt. Falls jemand Empfehlungen für ne gute Freeware-Videoschnittsoftware unter Linux oder Windows hat, nur her damit!

Von 19.-21. September fand in Singapur der Formel 1 Grand Prix statt. Dieses Ereignis nutze ich für meinen ersten Formel 1-Besuch. Zusammenfassend war es echt spannend, ein Rennen und das ganze Programm an der Rennstrecke live mitzuerleben – besonders da die Strecke mitten durch die Stadt führte und man deshalb zum einem extrem nahe an die Autos kam und zum anderen Singapurs Skyline als geniale Szene im Hintergrund bestaunen konnte.  Allerdings muss ich auch gestehen, dass Formel 1 Rennen an sich etwas unspektakulär sind. Auch wenn mit Boxenstopps und Safety-Car versucht wird für etwas Abwechslung zu sorgen, kommt ein Rennen mit insgesamt weniger als zehn Überholmanöver und Zeitabständen von durchschnittlich 20 Sekunden nie an den Unterhaltungsfaktor, den ich beispielsweise von MotoGP-Rennen kenne.

In gewisser Hinsicht unvergesslich war das Robbie Williams Konzert am Samstag des Rennwochenendes. Nachdem das Wetter den ganzen Tag ausgehalten hatte, startete es in der Sekunde, in der Robbie die Bühne betrat, aus vollen Rohren zu regnen, sodass alle bereits nach wenigen Minuten bis auf die Haut durchnässt waren. Trotzdem konnten wir aber das Konzert auf besten Plätzen (ca. dritte Reihe) in vollen Zügen genießen.

Viele Grüße,
Christoph

Impressions from the Formula 1 Gand Prix in Singapore 2014
Formula 1 Race – Lady in the Moon Show – Robbie Williams Concert

Tauchen auf den Gili Islands

Hi,

die letzten Wochen hier in Südostasien waren richtig toll und erlebnisreich! Das Formel 1 Wochenende, Aufgaben für die Uni, mein Geburtstag und eine Reise nach Bali hielten mich ständig in Trab. Deshalb hatte ich auch wenig Zeit für Blogeinträge und werde dies in der nächsten Zeit nachholen.

An der NTU, meiner Universität gibt es nach der Hälfte des Semesters eine sogenannte Recess Week, eine vorlesungsfreie Woche als Pause. In Manier eines vorbildlichen Austauschstudenten habe ich diese Zeit für eine Reise nach Indonesien genutzt. Details und Bilder folgen wie gesagt noch – bis dahin kann ich nur zusammenfassen, dass die Reise unvergesslich toll war!

Jetzt aber zum eigentlichen Thema des Eintrags: Von 1.-4. Oktober war ich auf Trawangan, der größten Insel der Gili Islands. Diese Inselgruppe befindet nahe der indonesischen Insel Lombok und birgt ein reiches Umfeld an Korallenriffen mit unzählige Fischarten und Wasserlebewesen.  Zusätzlich bietet Gili Travangan noch viele Beachbars, gutes Essen und nach dem Reinheitsgebot gebrautes indonesisches Bier.

Bei diesen ausgezeichneten Rahmenbedigungen absolvierte ich auf Trawangan den Open-Water-Tauchkurs und erlangte den Schein für Tauchgänge bis zu 18m. Der Kurs bestand aus einem Theorieteil, einem eintätigen Training im Pool und vier vollen Tauchgängen verteilt auf zwei weitere Tage. Alle Inhalte wurden uns in unserer Vierergruppe kurzweilig und in gutem Englisch von einem professionellen Tauchlehrer vermittelt.

Es ist schwierig, das Gefühl und die Erlebnisse unter Wasser zu beschreiben. Man taucht (beachte das Wortspiel!) in gewisser Weise in eine ganz neue Welt ein und erhält dabei Einblicke in einen  völlig anderen, faszinierenden und extrem vielseitigen Lebensraum. Mir hat das Erlebnis richtig gut gefallen, sodass ich es jedem, dem sich die Möglichkeit dazu bietet, weiterempfehlen kann.

Anbei ein paar Bilder, die wir mit einer geliehenen Unterwasserkamera geschossen haben.

Viele liebe Grüße,
Christoph

19.09.2014 – Fotos der letzten Wochen

Hallo und Grüße aus der großen weiten Welt!

In den letzten Wochen war bei mir wieder einiges geboten. Dazu hier eine kleine Auswahl an Fotos 🙂

Zu Beginn einige Eindrücke von Rawa Island, einer höchst idyllischen Insel in Malaysia. Die Insel ist nur ca. 1km lang, hat kein fließendes Wasser (duschen funktionieren z.B. mit Salzwasser) und einen traumhaft schönen Strand!

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Die Chinese Gardens in Singapur. Wie in München steht ein chinesischer Turm in der Mitte – nur der Biergarten fehlt leider 🙁

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Pulau Rubin ist eine singapurische Insel. Nach der Anreise per Fähre erkundeten wir die Insel mit Fahrrädern. Weil die Sperre eines Pfads nicht deutlich genug ausgeschildert war, führte uns unser Trip  auf verwachsenen Trampelpfade und weggeschwemmte Brücken durch die Wildnis.

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Abschließend noch einige Bilder aus Little India – das chaotische Treiben, überfüllte Straßen und gefühlt 100 000 Inder vermitteln eindeutig indischen Flair.

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02.09.2014 – Tradition in Singapur

Hi,

nach ereignisreichen Tagen gibt es wieder Neuigkeiten von mir. In Singapur lebt ein bunter Mix von Menschen aus den verschiedensten Kulturen. Besonders beim Trip durch Chinatown wurde mir klar, wie nahe Tradition und Moderne in dieser Stadt nebeneinander existieren. Während der Hintergrund von modernen Wolkenkratzern und Luxushotels geschmückt ist, dominiert im Stadtteil Chinatown – unmittelbar neben dem modernen Stadtzentrum – der traditionelle Flair einfache chinesische Häuser und Straßenmärkte. In folgender Bildergallerie befinden sich dazu einige Bilder.

 Im ersten Bild ist ein buddhistischer Tempel zusehen. Der Dachstuhl ist auf eine besondere Weise ohne Nägel konstruiert und beherbergt einen Zahn Buddhas (ca. 4cm lang – allerdings bin bei Reliquien immer etwas skeptisch). Die Wände des Tempels sind mit zig Buddhastatuen geschmückt. Alle Figuren wurden gespendet und können mittels einer Nummer dem Spender zugeordnet werden – eine große Statue kostet ca. 10000 Euro, ein kleiner Buddha dagegen ist mit ca. 500 Euro direkt ein Schnäppchen 😉 Im Zentrum des Tempels befindet sich eine Statuen des zukünftigen Buddhas, der im Gegensatz zum in Deutschland bekanntem Buddhaabbild nicht als Mann mit dickem Bauch dargestellt wird. Der Tempel ist nämlich nicht dem „altem“ Buddha (Gautama Siddhartha) gewidmet, sondern einem zweiten, der erst in Zukunft erscheinen wird (zumindest habe ich das so in der Führung verstanden).

Im chinesischen Kalender befinden wir uns momentan im 7. Monat, dem Ghost Month, der dem Gedenken an die Toten gewidmet ist. Deshalb findet man zur Zeit an fast jeder Ecke in Singapur Menschen, die alle mögliche Gegenstände aus Papier (z.B. Spielgeld, Kleidung, Papierautos etc.) verbrennen. Laut deren Glauben verschwindet es so von dieser Welt und steht im Himmel den Verstorbenen zur Verfügung. Scheinbar werden bei Beerdigungen teilweise ganze Schlösser aus Papier verbrannt, sodass der Verstorbene im Jenseits in Wohlstand und Prunk wohnen kann.
Allgemein ist die Fülle und Vielfältigkeit chinesischer Bräuche und Sagen ist schier unglaublich. Dem Monat der Geister folgt im chinesischen Kalender das Mondfest im 8. Monat. Typischerweise werden zu diesem Fest Mooncakes (Mondkuchen) gegessen und können deshalb momentan überall gekauft werden. Der Kuchen hat einen knusprig gebackenen Rand, ist mit Lotuspaste und einem Eigelb in der Mitte gefüllt und schmeckt ziemlich süß und lecker.

Neben Mondkuchen, Satay und dem generell richtig leckerem Essen hier in Singapur gibt es auch weniger Gutes: Die Durianfrucht, die von vielen Einheimischen geliebt. Sie verbreitet einen extrem penetranten Gestank (weshalb sie in sämtlichen öffentlichen Verkehrsmitteln verboten ist) und schmeckt einfach ekelhaft.

Auch der Aufbau für den Formel 1 Grand Prix von 19.-21. September ist nahe der Marina Bay schon im vollen Gange. Da Karten für die Rennstrecke inclusive Konzerte von Robbie Williams und Jennifer Lopez bereits bestellt sind, steigt die Vorfreude  von Tag zu Tag.

Erwähnenswert ist auch mein Kampf mit einer Kokosnuss letzten Freitag. Hab mich ungeschickt angestellt und mich mit meinem Taschenmesser in die Hand geschnitten. Musste anschließend genäht werden, sodass ich momentan mit Handicap durch die Gegend laufe. Ich beobachte aber wie es von Tag zu Tag besser wird und bin zuversichtlich, dass es bald wieder ganz verheilt ist.

Viele liebe Grüße,
Christoph

p.s. So ein Schuhautomat hat schon Stil, oder? 😀

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20.08.2014 – Kuala Lumpur

Nach knapp zwei Wochen Aufenthalt in Singapur wurde es am Wochenende Zeit für die erste Reise. So starteten  ich am Freitagabend zusammen mit drei anderen Studenten im bequemen Reisebus die sechsstündige Fahrt in die Hauptstadt Malaysias, Kuala Lumpur. Spät in der Nacht erreichten wir unser Hostel, mit dessen weiträumigem Aufenthaltsraum, kostenlosem Frühstück und Bierversorgung zu akzeptablen Preisen wir sehr zufrieden waren.

Nach einem Absacker auf der Dachterrasse und einer sehr kurzen Nacht erkundeten wir am Samstag die Stadt. Auf unserer Tour starteten wir mit der Besichtigung der National Mosque, einer großen Moschee des größtenteils muslimisch geprägten Land, besichtigen die Twin Towers als das Wahrzeichen der Stadt (und wsl. hypothetische Monopulispielfigur von Malaysia), genossen die Aussicht vom mit  421m siebtgrößten Fernsehturm der Welt und ließen den Tag am Straßenmarkt im Stadtteil Chinatown ausklingen.  Beeindruckt von der schier riesigen Auswahl an Markenschuhen, elektronischen Unterhaltungsmedien und Fußballtrickots übermannte uns der Kaufrausch, sodass wir selbst an diesem lebendigen Schauspiel teilnehmen mussten. Nach mehreren harten, aber amüsierenden Verhandlungsrunden konnte ich letztendlich ein aktuelles Bayerntrickot und adidas-Turnschuhe für den Sport am Campus ergattern – und das alles zu Schnäpchenpreisen 😉

Allgemein ist sind die Preise in Malaysia im Vergleich zu Europa gering – ein volle Mahlzeit mit Getränk erhält man beispielsweise für unter zwei Euro. Die nationale Währung Ringgit ist um einen Faktor vier weniger wert als der Euro.

Am zweiten Tag machten wir uns auf den Weg zu den Batu Caves. Diese Kalksteinhöhlen befinden sich etwas außerhalb vom Stadtzentrum und beherbergen mehrere hinduistische Tempel. Außerdem leben zahlreich Affen in und um den Höhlen, die Touristen als verlässliche Nahrungsquelle identifiziert haben und sich bereitwillig von diesen füttern und fotografieren lassen.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass Kuala Lumpur eine absolut tolle Stadt ist. Die Kombination von Modernisierung und Technologie auf der einen Seite und dem etwas chaotischen und einfachem Stadtalltag  auf der anderen Seite verbreitet zusammen mit der freundlichen und aufgeschlossenen Art der Einwohner eine total positive und optimistische Grundstimmung. Diese Wochenende in Kuala Lumpur hat mich definitiv von Malaysia beeindruckt und aufgezeigt, wie viel Potential für Aufschwung und Wachstum in diesem Land steckt. Dies wird bestimmt nicht mein letzter Trip in dieses Land bleiben!

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14.08.2014 – National Day

Servus,

viele Grüße aus Südostasien!

Am Samstag war in Singapur National Day. Jedes Jahr wird am 9. August, dem National Day of Singapore die Unabhängigkeit von Malaysia im Jahre 1965 gefeiert. Neben vielen in den Nationalfarben weiß und rot gekleideten Singapurern sind die National Day Parade und ein großes Feuerwerk die Highlights der Feierlichkeiten.

Die Parade enthält  Vorführungen des Militärs, Beiträge der Polizei und Feuerwehr, gespielte Kampfeinsätze sowie Showeinlagen und findet im Stadion nahe der Marina Bay statt. Tickets dafür sind sehr schwer zu ergattern und werden in einem speziellen Bewerbungsverfahren nur an singapurische Staatsbürger vergeben. Deshalb konnte ich lediglich eine Kampfjetformation live mitbestaunen, deren lauter Krach nicht zu überhören war und suggerierte, die Himmel könnte allen gleich auf den Kopf fallen (bei Teutates!).

Um deutlich zu machen, wie strikt, stolz aber auch amüsant sich das Land präsentiert, ist hier ein Link zur Aufnahme der letztjährigen Parade. Meine persönlichen Highlights sind bei 0:24:50 und 2:33:00.

http://www.youtube.com/watch?v=dS-Rei7lySg
(Im zweiten Kommentar befinden sich Alternativen, die auch ohne Proxy aufgerufen werden können.)

Das Feuerwerk konnte ich im 61. Stock eines Clubs im Zentrum der Stadt bewundern. Zusätzlich zum Feuerwerk und dem atemberaubenden Blick über die Stadt krönte für mich ganz persönlich ein Erdinger Weißbier noch diesen tollen Tag. Bei 6€ für ein Weißbier trotz 2for1-Aktion wird dies für mich aber ein sehr exquisiter Genuss hier bleiben. Da wirken plötzlich selbst münchner Oktoberfestverhältnisse preiswert.

Ansonsten läuft bei mir alles bestens. Diese Woche hat die Uni angefangen und am Wochenende werde ich meinen ersten Auflug nach Kuala Lumpur starten.

Liebe Grüße,
Christoph

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