Taipeh

Als „Singapur in chinesisch“ lässt sich Taipeh ziemlich gut beschreiben. Diese Hauptstadt des Landes Taiwan besuchte ich zu Neujahr. Trotz erfrischendem Klima mit zum Teil nur 12 Grad – im Vergleich zu den Philippinen ein Wintereinbruch – fand ich die Stadt äußerst sympathisch. Vielleicht auch gerade weil das Klima anders als der Rest Asiens an die Heimat Deutschland im Frühjahr oder Herbst erinnert. 😉 Auf jeden Fall hat mir der Mix aus modernem Stadtleben und chinesischer Lebensweise sehr gut gefallen. Während öffentliche Verkehrsmittel und Geschäfte sehr modern und organisiert sind, schlägt sich die Nähe zu China besonders in der Sprache nieder. Der Großteil der Bevölkerung spricht nur Chinesisch und auch das Stadtbild ähnelt durch zahlreiche bunte Reklameschildern mit Schriftzeichen chinesischen Großstädten.

Die Hauptsehenswürdigkeiten waren der Taipei 101 (mit 508m fünfthöchster Turm der Welt), der Shantempel mit einer beeintruckenden Atmosphäre und die Memorial Hall mit der damit verbundenen Entstehungsgeschichte Taiwans. Doch auch landschaftlich hatte Taiwan viel zu bieten. Ziemlich Nahe an den Bergen gelegen boten der Elephant Mountain sowie die Moakong Seilbahn tolle Blicke über die Stadt. Etwas außerhalb lies der Yehliu Geopark erste Einblicke in den Naturreichtum der Insel durchblicken. Es ist etwas schade, dass ich nur für eine Woche im Land war und deshalb die berühmten National Parks im Süden nicht besuchen konnte – jedoch wär das wiederum ein guter Vorwand, irgendwann nochmal in das Land zurückzukommen.

Das absolute Highlight für mich in Taipeh war das lokale Essen. Fleischtaschen, Fisch, Gemüśebuffet, Hammelfleischnudeln, Sushi, die verschiedensten Teesorten und vieles mehr konnte man preiswert am Straßenrand kaufen. Dabei hat alles, was ich probiert habe, verdammt lecker geschmeckt. Da meistens alles nur in chinesischen Schriftzeichen beschrieben war und keiner Englisch sprach, stellten die Auswahl durch Fingerdeuten und der damit verbundene Überraschungseffekt noch zusätzliche Reize dar.

Funfakt zum Abschluss:
Als wir am letzten Tag im Kino saßen und uns den neuen Hobbit Film anschauten, fing plötzlich unsere gesamte Sitzreihe für circa eine Minute zu wackeln an –  obwohl wir die einzigen in der Reihe waren. Nach etwas Ratlosigkeit fanden wir die Erklärung schließlich online:
http://earthquake-report.com/2015/01/07/strong-earthquake-taiwan-on-january-7-2015/

Thailand

Hi,

im Folgenden eine Bericht meines ersten Reiseziels: Thailand

Thailand ist ein extrem sympatisches Land. Während die Insel Phuket im Süden zu Beginn unseres Aufenthalts noch sehr touristisch geprägt war, konnte man anschließend in Bangkok und im Norden von Thailand das besondere Flair des Landes und tägliche Leben der Menschen miterleben. Doch auch Phuket war durch traumhafte Strände und einer super Rollertour auf jeden Fall den Besuch wert.

Die Hauptstadt Bangkok ist einerseits heftig, aber adererseits richtig eine tolle Stadt. Highlights waren der Grand Palace, eine Bootstour, die kleinen lokalen Essensstände sowie die gesamte Bar-Szene in der Stadt. Mit über sechs Millionen Einwohnern erhielt man gute Einblicke in das tägliche Leben der Einheimischen – sei es jetzt durch Tuk-Tuk-Fahrten, thailändische Essenstände oder dem geschäftiges Treiben fast überall am Straßenrand.

Der anschließende Trip in den Norden übertraf nochmal alles davor. Chiang Mai ist eine kleine aber feine Stadt mit vielen kleinen Gassen, buddistischen Tempeln und freundlichen und aufgeschlossenen Einwohnern im Norden von Thailand. Besonderes interessant war der „Monk Chat“, ein Gespräch mit Mönchen, die Fragen zum Buddismus beantworten und auf diese Weise ihr Englisch verbessern wollen. Auch landschaftlich ist der Norden besonders um den District Pai mit Reisfeldern und den Bergen im Hintergrund richtig schön.

Nach der Zeit in Thailand geht es für mich nun weiter auf die Philippinen. Dort werden wir auf Boracay Weihnachten feiern.

Ein frohes Weihnachtsfest und liebe Grüße,
Christoph

Goodbye Singapore

Hi,

meine Zeit in Singapur geht bereits dem Ende entgegen. Das Semester ist vorbei, alle Abschiede gefeiert und die Koffer gepackt. Nun beginnt der Reiseteil meines Auslandsaufenthalts: Morgen früh geht es los nach Thailand, anschließend wird auf den Philippinen Weihnachten und in Taipeh Silvester gefeiert. Nachdem wir anfangs noch in einer großen Gruppe unterwegs sein werden, werde ich im neuen Jahr dann zu zweit bzw. alleine Vietnam erkunden. Am 27. Februar geht schließlich mein Flug zurück in die Heimat. Bin schon voll gespannt auf all die verschiedenen Länder und Kulturen und werde bestimmt das Eine oder Andere hier im Blog posten.

Abschließend gibt es noch ein paar letzte Eindrücke und einen kleinen Beitrag zu Singapurs Geschichte, inspiriert durch den Besuch des National Museums von Singapur. Ein interessantes Erlebnis in der letzten Woche war der Besuch des Casinos. Da der singapurische Staat einerseits seine Bürger restriktiv vom Glücksspiel abhalten will, andererseits jedoch auf keine Einnahmen verzichten will, gibt es eine interessante Eintrittsregel für das Casino. Während Einwohner Singapurs 100S$ Eintritt pro Tag zahlen müssen, war für uns der Besuch kostenlos. Durch ein glückliches Händchen bei Black Jack und Roulette war der Abend für mich mit 100S$ Gewinn sogar noch richtig profitabel.

Singapurs Geschichte beginnt im wesentlichen durch die britische Kolonialisierung 1819. In diesem Jahr gründete Sir Thomas Raffles, der als Gründer  Singapurs gilt, die erste britische Niederlassung. Diese entwickelte sich bald zu einem wichtigem, wohlhabendem und einflussreichem Handelsposten in der Region. Ein kleiner „Werbefilm“ dazu aus dem Jahre 1938:

Im zweiten Weltkrieg marschierten im Februar 1942 japanische Truppe ein und übernahmen die Stadt. Nach dem Ende des Kriegs kam Singapur erst wieder unter britische Herrschaft, trat 1962 der malayische Föderation bei und wurde nach dem Rausschmiss aus dieser Föderation 1965 schließlich endgültig ein unabhängiger Staat.

Viele Grüße und eine schöne Adventszeit,
Christoph

Christmas is Coming

Hi,

heute gibt es sowohl Aktuelles als auch einen letzten Bericht aus der Recessweek.

In Singapur läuft alles in geregelten Bahnen. Auch wenn es aufgrund der Regenzeit momentan häufiger regnet und stürmt, bleibt die Temperatur hier unverändert warm. Trotzdem bemerkt man beim Gang durch die Shopping Malls hier: Christmas is Coming! Ich kann mir nicht vorstellen, dass Weihnachten in Singapurs Gesellschaft eine große Bedeutung hat, jedoch lässt sich der Kommerz diese Gelegenheit nicht entgehen. So bereiten in den Einkaufszentren etwas überladene und alle Klischees erfüllenden Dekorationen den Besucher auf dieses traute Familienfest und die damit verbundene Kauffreudigkeit vor.

Die Vorlesungen sind jetzt vorbei und nächste Woche starten auch schon meine Klausuren. Ich denke, dass die hier alle gut machbar sein werden und freue mich schon auf meine anschließende Tour durch Südostasien. Einen kleines bisschen Heimat konnte ich letztes Wochenende genießen. Stefans Eltern brachten uns bei ihrem Besuch zwei Flaschen Franziskaner Weißbier mit, mit denen wir am 25. Jahrestag des Mauerfalls auf dieses Jubiläum anstießen.

Außerdem waren wir letztes Wochenende im Raffles Hotel, dem wohl berühmtesten Hotel der Stadt. In diesem von der Regierung als Nationaldenkmal erklärten Gebäude wurde zwischen 1910 und 1915 der Singapur Sing erfunden. Diesen Cocktail gönnten wir uns in der altehrwürdigen und entspannten Atomsphäre der Hotelbar. Dabei fand ich ganz lustig, dass man die Schalen der kostenlos servierten Erdnüsse einfach auf den Boden wirft, sodass dieser voll mit Erdnusschalen bedeckt ist.

Nun geht es aber etwas in die Vergangenheit zum zweiten großen Hightlight der Reise nach Indonesien in der Recessweek. Auf Lombok wanderten wir in einer anstrengend, aber absolut tollen dreitägigen Tour zur Spitze des Mount Rinjani, des zweitgrößten Vulkan des Landes.

Tag 1: Siebenstündige Wanderung von Sembalun (1156m) zum Berggrat (2639m).

Tag 2: Dreistündiger Aufstieg zum Gipfel des Mt. Rinjani auf 3726m um 2.30h morgens, extrem steiler und rutschiger Weg, anschließend ca. 5 Stunden Abstieg zum See und zu heißen Quellen in der Mitte des Vulkans (2000m).

Tag 3: Erneuter Aufstieg zum Grat auf 2641m, anschließend fünfstündiger Abstieg nach Senarau (600m).

Liebe Grüße,
Christoph

Malaysian Motorcycle GP

Hi,
es gibt mal wieder Neuigkeiten von mir. Vorletztes Wochenende fand von 24.-26.10. in Malaysia am Sepang International Cirucit der MotoGP Grand Prix von Malaysia statt. Da dieser nur eine kurze Reise entfernt von Singapur ist, lies ich mir dieses Event nicht ergehen und verbrachte das Wochenende auf der Rennstrecke. Erneut war ich von Malaysia richtig begeistert! Eine super Rennstrecke, gute Organisation und spannende Rennen sorgten für ein tolles Wochenende. Allen Motorsportbegeisterten kann ich einen Besuch des Sepang International Circuit nur empfehlen!

Anbei ist wieder ein Video mit einigen Eindrücken des Wochenendes – dieses Mal ist es auch wirklich das Werk eines Profis geworden 😉

Kurzer Tipp: Die Qualität im Video recht unten am Besten auf 720p stellen.

Formel 1 Grand Prix

Hey,

ich hab mich etwas mit Video-Schnitt befasst und dieses Video zusammengebastelt. Falls jemand Empfehlungen für ne gute Freeware-Videoschnittsoftware unter Linux oder Windows hat, nur her damit!

Von 19.-21. September fand in Singapur der Formel 1 Grand Prix statt. Dieses Ereignis nutze ich für meinen ersten Formel 1-Besuch. Zusammenfassend war es echt spannend, ein Rennen und das ganze Programm an der Rennstrecke live mitzuerleben – besonders da die Strecke mitten durch die Stadt führte und man deshalb zum einem extrem nahe an die Autos kam und zum anderen Singapurs Skyline als geniale Szene im Hintergrund bestaunen konnte.  Allerdings muss ich auch gestehen, dass Formel 1 Rennen an sich etwas unspektakulär sind. Auch wenn mit Boxenstopps und Safety-Car versucht wird für etwas Abwechslung zu sorgen, kommt ein Rennen mit insgesamt weniger als zehn Überholmanöver und Zeitabständen von durchschnittlich 20 Sekunden nie an den Unterhaltungsfaktor, den ich beispielsweise von MotoGP-Rennen kenne.

In gewisser Hinsicht unvergesslich war das Robbie Williams Konzert am Samstag des Rennwochenendes. Nachdem das Wetter den ganzen Tag ausgehalten hatte, startete es in der Sekunde, in der Robbie die Bühne betrat, aus vollen Rohren zu regnen, sodass alle bereits nach wenigen Minuten bis auf die Haut durchnässt waren. Trotzdem konnten wir aber das Konzert auf besten Plätzen (ca. dritte Reihe) in vollen Zügen genießen.

Viele Grüße,
Christoph

Impressions from the Formula 1 Gand Prix in Singapore 2014
Formula 1 Race – Lady in the Moon Show – Robbie Williams Concert

Tauchen auf den Gili Islands

Hi,

die letzten Wochen hier in Südostasien waren richtig toll und erlebnisreich! Das Formel 1 Wochenende, Aufgaben für die Uni, mein Geburtstag und eine Reise nach Bali hielten mich ständig in Trab. Deshalb hatte ich auch wenig Zeit für Blogeinträge und werde dies in der nächsten Zeit nachholen.

An der NTU, meiner Universität gibt es nach der Hälfte des Semesters eine sogenannte Recess Week, eine vorlesungsfreie Woche als Pause. In Manier eines vorbildlichen Austauschstudenten habe ich diese Zeit für eine Reise nach Indonesien genutzt. Details und Bilder folgen wie gesagt noch – bis dahin kann ich nur zusammenfassen, dass die Reise unvergesslich toll war!

Jetzt aber zum eigentlichen Thema des Eintrags: Von 1.-4. Oktober war ich auf Trawangan, der größten Insel der Gili Islands. Diese Inselgruppe befindet nahe der indonesischen Insel Lombok und birgt ein reiches Umfeld an Korallenriffen mit unzählige Fischarten und Wasserlebewesen.  Zusätzlich bietet Gili Travangan noch viele Beachbars, gutes Essen und nach dem Reinheitsgebot gebrautes indonesisches Bier.

Bei diesen ausgezeichneten Rahmenbedigungen absolvierte ich auf Trawangan den Open-Water-Tauchkurs und erlangte den Schein für Tauchgänge bis zu 18m. Der Kurs bestand aus einem Theorieteil, einem eintätigen Training im Pool und vier vollen Tauchgängen verteilt auf zwei weitere Tage. Alle Inhalte wurden uns in unserer Vierergruppe kurzweilig und in gutem Englisch von einem professionellen Tauchlehrer vermittelt.

Es ist schwierig, das Gefühl und die Erlebnisse unter Wasser zu beschreiben. Man taucht (beachte das Wortspiel!) in gewisser Weise in eine ganz neue Welt ein und erhält dabei Einblicke in einen  völlig anderen, faszinierenden und extrem vielseitigen Lebensraum. Mir hat das Erlebnis richtig gut gefallen, sodass ich es jedem, dem sich die Möglichkeit dazu bietet, weiterempfehlen kann.

Anbei ein paar Bilder, die wir mit einer geliehenen Unterwasserkamera geschossen haben.

Viele liebe Grüße,
Christoph